Australien ist 13 Male "The place to be" im neuen Lonely Planet Reiseführer

Australien wird als Reiseziel 13 Mal empfohlen im neuen Lonely Planet ReiseführerLust auf Reisen? Einer der schönsten Reiseführer ist in unserer Redaktion gelandet: "The Place to Be" jetzt herausgebracht von Lonely Planet. Sein Konzept: Reiseziele nach Gefühlen ausgesucht. 13 Mal Australien dabei! Wir lieben ihn und stellen ihn vor.

 Was ist "The Place to Be"?

Das Meriam-Webster Wörterbuch definiert den Begriff "The Place to Be" als einen Ort, zu dem viele Menschen gehen und an dem aufregende Dinge passieren. Das ist generell eine gute Erklärung, allerdings hat das Wort "aufregend" Hat sein Headquarter in Melbourne: der Lonely Planet Verlag, obwohl er einem Amerikaner gehörtzumeist für jeden von uns eine andere Bedeutung. Wie gut, dass es Lonely Planet gibt. Das Headquarter des weltweit größten Reiseführer-Verlags befindet sich in Melbournes bisher eher ein wenig verrufenen Stadtteil Footscray, denn obwohl der Verlag mittlerweile dem Amerikaner Brad Kelley gehört, ist er 1972 von dem Melbourner Ehepaar Maureen und Tony Wheeler gegründet worden. 

Wheeler? Der Name kommt uns Melbournern bekannt vor? Ganz recht: Maureen und Tony Wheeler sowie ihrer finanzkräftigen Unterstützung zu Ehren ist Melbournes Wheeler Center für Bücher, Schriftstellerei und Ideen in Melbournes ehrwürdiger State Library benannt worden. Seit 2010 ist das Wheeler Center ein Hub für Schriftsteller und Schriftstellerinnen, all diejenigen, die es werden wollen, sowie Literatur- und Poesie-Liebhabern schlechthin. Mit der Gründung des Wheeler Centres wollte Melbourne 2010 sein Commitment unterstreichen, eine UNESCO City of Literature zu werden. Das Konzept ist übrigens aufgegangen.

Zwölf Kapitel mit 240 spannenden Reisezielen

Vielleicht lag es an der Liebe zur Sprache und Literatur, dass der Verlag jetzt ein Buch herausgebracht hat, das das Wort "aufregend" in Bezug auf "The place to Be" als Reisedestination in allen seinen Bedeutungsfacetten schillern lassen kann. Vorgestellt werden uns Lesern 240 aufregende Reiseziele, die - so versprechen es die Autoren - uns folgendes fühlen lassen werden: "awed" - mit Ehrfurcht erfüllt, "inspired" - angeregt begeistert, "joyous" - freudig erquickt, "adventurous" - abenteuerlustig, "serene" - ruhig und gelassen, "exhilarated" - freudig eregt, aufgekratzt, "amused" - belustigt vergnügt, "alone" - unbegrenzte Einsamkeit erfahrend, "fulfilled" - erfüllt, befriedigt, "passion" - Leidenschaft verspürend, "reflective" - besinnlich und "enlightened" - spirituell berührt.

Das Gefühl zählt als Ausgangspunkt für das Reisen

18 ThePlaceToBe 07Anstelle also unsere Augen oder unseren Geschmackssinn mit kulinarischen Genüssen fremder Städte und Länder verführen zu lassen, wählen wir - lassen wir uns von "The Place to Be" führen - zunächst das Gefühl aus, das wir verspüren möchten, sollten wir uns tatsächlich in den Flieger setzen, um auf Reisen zu gehen.  Oder aber wir wählen, einzig in Gedanken unterwegs zu sein mit dem Buch in der Hand, dem Soy Latte neben uns gemütlich Zuhause am Sonntag Morgen oder Mittwoch Abend im Bett unser Croissant oder Avocado Sandwich essend.

Unter zwölf Gefühlen können wir wählen. Sie sind ordentlich in zwölf Kapitel mit je 20 Reiseempfehlungen gruppiert und schon das erste mit dem Titel "Awe" hat mich den Reiseführer lieben lassen. Jedes Kapitel startet mit einer kleinen, nur etwa 20 Zeilen langen, nahezu philosophischen Einführung. Sie befügelt zunächst den Geist und versetzt uns als Leser in das richtige Mindset zum Reisen. 

Beim Zelten im Yarra Valley oder an der Great Ocean Road

Wenn es um "Awe" geht, lassen die Autoren beispielsweise Dr. Dacher Keltner, Professor für Psychologie und Mitbegründer des "Great Good Science Centers" an der University of California zu Wort kommen. Er definiert Ehrfurcht Reisen aufgrund eines Gefühls schlägt der neue Reiseführer vor, der jetzt in Australien erschienen istals "the experience we have when we encounter things that are vast and ... transcend our current understanding of the world." Seiner Meinung nach ist es, als ob das Gefühl "... lead people to be more altruistic, less entitled, more humble and aware of the strenghts of others, and less stressed by challenges of daily living."

Und dazu, so Keltner, braucht es nicht einmal einen großen teuren Trip und kann erfahren werden, wenn man Schneekraniche über einem buddhistischen Tempel in Buthan beobachtet, aber auch beim Zelten im Yarra Valley oder an der Great Ocean Road. Solange man dafür offen ist und sich die Zeit dafür nimmt.

Wilde, atemberaubende Orte Nepals 

Auch Plätze wie Deutschland, Österreich und der Schweiz werden im Reiseführer empfohlenAndere Kapitel in "The Place to Be" zitieren in ihren Einführungen Schriftsteller und Autorinnen wie Elizabeth Gilbert (Eat Pray Love) oder Abenteurer wie Ed Stafford, dem ersten Mensch, der den gesamten Amazonas entlang gelaufen ist. Den Einleitungen folgen die eigentlichen Reisetipps: von wilden, atemberaubenden Orten wie Nepals Upper Mustang Region bis zu wunderschönen Landschaften im Bwindi Impenetrabel National Park, von modernen Städten mit Vergnügungsparks wie New York bis hin zu antiken Städten und alten Kulturen wie Mt Hagen in Papua New Guinea. 

"The Place to Be" wäre kein authentischer Reiseführer von Lonely Planet, wäre er nicht bebildert mit faszinierenden Fotos und Insidertipps aus erster Hand, wann und wie man am besten an die vorgestellten Reiseziele reisen sollte. Wer in Australien lebt, hat übrigens Glück. Der Kontinent ist mit 13 empfohlenen Orten vertreten:

Australien ist mit 13 Orten sehr empfohlen

Daintree National Park, Queensland (Awe), Noosa, Queensland (Serenity), Margaret River, Western Australia (Serenity), MONA, Tasmania (Passion), Kangaroo Island, South Australia (Joy), Uluru, Northern Territory (Enlightenment), TheStrandhäuser in Melbourne kommen auch im neuen Reiseführer vor Red Centre, Northern Territory (Alone), Henley-On-Todd Regatta, Northern Territory (Amusement), Big Things Road Trip, Australia (Amusement), Melbourne (Inspiration), Sydney (Exhilaration), The Kimberley, Western Australia (Adventure), Cradle Mountain – Lake St Clair National Park, Tasmania (Adventure).

Lonely Planet möchte, dass "The Place to Be" eine Erinnerung daran ist, wie "powerful" neue Orte sein können für das körperliche, aber auch das geistige Wohlbefinden. Es soll uns Leser dazu anregen über unsere nächste Reise nachzudenken - sie eventuell sogar unter ein ganz neues Motto zu stellen. 

Von Naturphänomen in USA bis Stätten der Ruhe in Buthan

18 ThePlaceToBe 06So heißt es denn auch in dem Reiseführer: “Whether we go for a weekend or a year most of us travel to see unforgettable sights and enjoy new experiences. But, ultimately, we travel in search of a feeling. That feeling might be a sense of awe or wonder that we don’t receive in our daily routines, or it might be a cosseting feeling of calm.”

Ob es Naturphänomene wie die California Redwoods sind oder skurile Erfahrungen wie ein Katzencafé oder Schokoladentouren in Melbourne, ruhige Oasen in hektischen Städten wie Tokio oder Stätten der Ruhe und der Spiritualität wie in Myanmar - Reisen ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Egal ob in der Realität oder in der Kopf. "The place to Be" gibt uns auf gelungene Weise Gelegenheit dazu. Empfehlenswert!

Lonely Planets "The Place To Be", veröffentlicht im Dezember 2017, 304 Seiten, Hardback, $39.99
Text: Claudia Löber-Raab,