| Auto registrieren und versichern in Australien: Das sollten Sie wissen! |
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| Geschrieben von: Jessica Meiner |
| Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 07:15 Uhr |
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Damit Sie keine bösen Überraschungen erleben, geben wir Ihnen Tipps, was Sie auch nach dem Autokauf alles beachten müssen. Es warten versteckte Kosten, Registrierung und diverse Versicherungsmöglichkeiten ... Schritt 1: Die RegistrierungDas passende Auto ist gefunden, der Kaufvertrag unterschrieben. Doch bevor der Zündschlüssel gedreht, der Wagen gestartet und Zunächst muss der fahrbare Untersatz angemeldet werden. Jedes Auto muss in Australien eine gültige Registrierung, kurz "Rego", vorweisen, um auf den Straßen unterwegs sein zu dürfen. Als Aufkleber leuchtet der Beweis der Registrierung auf der Windschutzscheibe und ist für ein Jahr gültig, danach muss eine Verlängerung bezahlt werden. In Victoria ist die Straßen- und Verkehrsverwaltung VicRoads für diese Angelegenheit zuständig. Nötig ist für die Registrierung ist ein gültiges "Certificate of Roadworthiness" (RWC). "In Victoria a Certificate of Roadworthiness is generally required when a vehicle is sold or if a used vehicle is to be re-registered", heißt es auf der Internetseite von VicRoads. Nur wenn das Fahrzeug nicht bereits registriert ist, muss beim Verkauf kein RWC vorliegen. So ist es in Victoria vorgeschrieben, doch Vorsicht: Was in hier gültig ist, muss nicht für andere australische Bundesstaaten gelten. Das Zertifikat für den Fitness-Test gibt es nicht überallDas RWC kann nur von zertifizierten Werkstätten ausgestellt werden und darf beim Anmelden des Wagens bei VIcRoads nicht älter als 30 Tage sein. Die Bescheinigung ist mit dem deutschen TÜV vergleichbar. Das heißt ein Auto, das es bekommt, stellt keine unmittelbare Gefahr für den Straßenverkehr da, ist aber nicht notwendigerweise völlig in Ordnung. Victoria gilt übrigens als einer der Bundesstaaten mit den strengsten Regular Damit der Rego-Aufkleber seinen Platz am Auto finden und behalten kann, fallen jährliche Kosten an. Diese sind abhängig vom Marktwert des Autos und der Postleitzahl, unter welcher das Auto angemeldet ist. Beispielrechnung: Mit einem Marktwert von 2500$, registriert im Melbourner Stadtteil Brunswick unter der Postleitzahl 3056, kostet die die jährliche Gebühr für die Rego 624,10$. Aufgepasst: Schon von "Stamp Duty" gehört?Automobile, die bereits angemeldet sind, müssen nach dem Kauf innerhalb von 14 Tagen umgemeldet werden. Angaben auf der Internetseite von VicRoads zufolge, gilt für die Ummeldung eines registrierten Fahrzeugs Folgendes: "A registered vehicle must be sold with a Certificate of Roadworthiness [...] that is no more than 30 days old when the sale takes place". Achten Sie beim Kauf auf eine möglichst lange Rest-Gültigkeit der Registrierung, dann fallen nicht sofort weitere Kosten an. Im Internet gibt’s die sogenannte "Application for transfer of registration", welche sowohl vom Käufer als auch Verkäufer ausgefüllt werden muss. Außerdem wird eine "Transfer Fee" fällig, die bei einem privaten Besitzerwechsel 32,90$ beträgt. Zusätzlich erhebt VicRoads beim Umschreiben eines Fahrzeugs die „Motor Vehicle Duty“, besser bekannt als "Stamp Duty". Erneut abhängig vom Marktwert des Wagens gibt es in Victoria folgende Richtlinien. Sowohl neue als auch umgemeldete Autos mit einem Marktwert bis zu $ 57.009 werden mit 2,5 Prozent belegt, die darüber mit fünf Prozent. Das entspricht 10$ pro 200$ Marktwert der Wagens. Kauft man sein Auto bei einem Händler, sorgt dieser für Ummeldung und Papiere. Aufgepasst! Beim Kauf von Neuwagen wird die "Stamp duty" im Kaufvertrag ausgewiesen, nicht so bei einem Halterwechsel. Der Verkäufer muss nicht auf diese hinweisen, was gelegentlich zu bösen Überraschungen führen kann, wenn von den Behörden nachträgliche Gebühren ins Haus flattern. Schritt 2: VersicherungDie Rego enthält automatisch eine "Third-Party-Insurance", auch "green slip" genannt. Diese Haftpflichtversicherung deckt alle durch einen Unfall verursachten Personenschäden ab. Wechselt der Besitzer des Autos, so überträgt sie sich automatisch auf den neuen Eigentümer. Freigestellt ist es in Australien, ob man zusätzlich eine "Third Party Property Insurance" abschließt. Dabei handelt es sich um eine Art Teilkasko, die bei einem Unfall für Sachschäden an anderen Autos und Eigentum aufkommt, nicht aber am eigenen Wagen. Anders kann es schnell richtig teuer werden, wenn man ein neues Auto oder ein Gebäude beschädigt und für den Schaden allein aufkommen muss. Anbieter gibt es reichlich. Die Beiträge hängen ähnlich wie in Deutschland von Alter, Geschlecht, Fahrpraxis, bereits verursachten Unfällen und weiteren Faktoren ab, und können wöchentlich, monatlich oder jährlich bezahlt werden. Nicht nur Versicherungen wie AAMI, Alianz oder GIO bieten die "Third Party Property Insurance", an sondern auch die australische Post oder die Westpac Bank, um nur einige zu nennen. Zusätzlich gibt es auch die "Comprehensive Insurance". Mit dieser Versicherung sind zusätzlich auch die Schäden am eigenen Fahrzeug und Schädigungen der eigenen Person abdeckt. Für den Abschluss aller Versicherung ist es hilfreich, Reisepass, den internationalen oder australischen Führerschein als auch eine Adresse in Australien parat zu haben. Einen Fahrzeugschein, wie in Deutschland üblich, gibt es in Australien übrigens nicht. "Gelbe Engel" gibt es auch in Australien
Fazit: Die "Third Party Property Insurance" lohnt sich definitiv, für Auswanderer, Expats genauso wie für Urlauber, die sich in Australien ein Auto kaufen. Auch dem sichersten Fahrer kann ein Fehler passieren und dann wird es schnell richtig teuer.
Weiterführende Informationen gibt es unter: Mögliche Auto-Versicherungen:
Stand: Mai 2011 Deutsche in Melbourne hat die Informationen nach bestem Wissen zusammengestellt, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und endgültige Richtigkeit.
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