| Kontoeröffnung in Australien - Wir helfen Ihnen aus der Bankenkrise |
|
|
|
| Geschrieben von: Regina Moehring |
| Dienstag, den 30. November 2010 um 00:00 Uhr |
|
Uns allen ist es angeblich gar nicht so wichtig. Aber wer will schon in seinem neuen Heimat- oder Reiseland ohne einen Cent dastehen? In Australien liquide zu sein, bedeutet nicht nur Geld zu haben, sondern vor allem auch, flexibel darüber verfügen zu können. Wir verschaffen Ihnen eine kleinen Überblick über die australischen Banken und geben eine kurze Anleitung, sie zu nutzen. Welche Banken gibt es eigentlich?In Australien gibt es vier große Banken: Die ANZ, Australia and New Zealand Banking Group, die NAB, National Australia Bank sowie die Neben den vier großen gibt es zahlreiche kleine Banken, wie etwa die St. George Bank, die Bank of Queensland oder die Bendigo Bank, die mit mehr als 800 Geldautomaten (ATM) in Australien vertreten ist. Und worin unterscheiden sich ihre Angebote?Ob groß oder klein, alle Banken bieten natürlich die Möglichkeit, ein Konto zu eröffnen. Allerdings: Angebote und Kosten variieren. Die NAB ist beispielsweise die einzige der Banken, bei der die komplette Kontoführung kostenlos ist. Das sogenannte „Classic Banking“ beinhaltet sämtliche elektronischen Transaktionen sowie den Service am Schalter. Alle anderen Geldinstitute unterscheiden zunächst zwischen Internetkonten und regulären Konten. Internetkonten eignen sich besonders, wenn Sie Ihre Finanzen hauptsächlich online oder telefonisch regeln. Die Grundgebühren sind niedriger, dafür berechnen die Kreditinstitute Transaktionen mit persönlicher Beratung am Schalter zusätzlich. Im Einzelnen bieten die Banken folgende Produkte an: Die Westpac stellt ihren „eAccount“ für drei AUD Grundgebühr pro Monat zur Verfügung, die Commonwealth Bank den „Streamline e-Access“ für vier AUD und die ANZ das Produkt „Access Select“ für zwei AUD. Einzig bei dem ANZ-Paket sind die elektronischen Transaktionen auf sechs pro Monat limitiert. Neben den Internetkonten gibt es die regulären Konten. Elektronische Transaktionen wie Online-Banking, Geldabheben am Automaten oder Telefon-Banking und Transaktionen mit persönlicher Beratung am Schalter sind in allen Varianten unbegrenzt enthalten. Im Vergleich die monatlichen Kosten: „Choice“, angeboten von der Westpac für fünf AUD, „Streamline unlimited“ für sechs AUD von der Commonwealth und „Access Advantage“, das Angebot der ANZ, für fünf AUD pro Monat. Im Einzelnen empfehlen wir noch einmal genau nachzufragen, ob für Ihre speziellen Bedürfnisse besondere Angebote erhältlich sind. Welche Kosten fallen zusätzlich an?Was in Deutschland bargeldloses Zahlen, zum Beispiel im Geschäft ist, nennt sich in Australien „EFTPOS-Transaktion“. Dieses Kürzel steht für "electronic funds transfer at point of sale" und fällt ebenfalls unter die elektronischen Transaktionen. Nun kommen wir zum großen Unterschied zwischen Internet- und regulären Konten. Während bei regulären Konten jede Transaktion, die einen Service am Schalter erfordert, gebührenfrei ist, kostet bei den günstigeren Internetkonten jeder Scheck, der eingelöst werden soll und jede Geldeinzahlung am Schalter zwischen zwei AUD und drei AUD. Überlegen Sie sich also, ob und wie oft Sie persönlichen Service in Anspruch nehmen möchten.
Ein Geldautomat nennt sich in Down Under „Automatic Teller Machine“, kurz ATM. Die Benutzung von ATM fremder Banken ist bei NAB und ANZ kostenlos. Die Westpac berechnet drei AUD und die Commonwealth ywei AUD pro Abhebung. Wann sollte ich mein Konto eröffnen? Das richtige TimingMöchten Sie in Australien ein Konto eröffnen, können sie dies beispielsweise bei der Commonwealth Bank bereits aus dem Ausland aus tun. Sie müssen dann allerdings die erforderlichen Dokumente persönlich in einer Filiale vorlegen, wenn Sie eingereist sind. Sollten Sie ihr Konto in Australien eröffnen, sollten Sie das in den ersten sechs Wochen nach Ihrer Einreise erledigen. Warten Sie länger, werden wesentlich umfangreichere Informationen erfragt (Führerschein, bereits vorhandene Bankkarten etc.) und der Vorgang unnötig verkompliziert. In diesem Zeitraum von sechs Wochen nach Ihrer Einreise gehen Sie einfach mit Ihrem Reisepass zum Schalter der Bank Ihrer Wahl und beantragen die Eröffnung eines Kontos. Innerhalb von einer Woche erhalten Sie Ihre Bankkarte und die zugehörige PIN-Nummer. Noch kein fester Wohnsitz in Sicht? Das ist kein Ausschlusskriterium. Sie können Ihre Unterlagen auch in Hostels oder zum Beispiel an Traveller Contact Points in Empfang nehmen. Was bitte ist eine Direkt- oder Visa-Debitkarte?Wie auch in Deutschland sind die gängigsten Kreditkarten in Australien die Visa- und die Mastercard. Es gibt allerdings eine Alternative, die immer weiter verbreitet ist: die Achtung Gebühren: Zwei wichtige Tipps zum SchlussEin guter Tipp für alle, die nicht auf Dauer bleiben: Die kostenlose Visa-Card der Deutschen Kreditbank (DKB) ermöglicht Ihnen gebührenfreies Geldabheben an australischen ATMs. Und alle, die Ihr Konto bei der Deutschen Bank eröffnen, können an Westpac-Geldautomaten gratis Bargeld abheben. Sollten sich diese Optionen für Ihre Aufenthaltsdauer nicht lohnen, erkundigen Sie sich genau, was der Bargeldbezug mit Ihrer Maestro- oder Kreditkarte an australischen Geldautomaten kostet. Machen Sie sich die Mühe, auch in der australischen Bank aufzupassen und bei Unklarheit nachzufragen. Oft werden hier zusätzlich hohe und stark variierende Gebühren erhoben. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Geld günstiger reist als Sie selbst
Sehr kostspielig sind im Zweifel auch Auslandsüberweisungen. Die Deutsche Bank berechnet da schon mal 40 Euro für eine Überweisung auf ein australisches Konto. Es geht natürlich auch etwas günstiger. Erkundigen Sie sich. Handelt es sich bei beiden Konten um die eigenen, wäre die preiswertere Alternative, das Geld vom deutschen Konto vor Ort abzuheben und auf das australische einzuzahlen. Fazit: Im Grunde genommen ist das australische Bankensystem recht simpel und übersichtlich. Nehmen Sie sich am besten vor Ihrer Einreise ein wenig Zeit, das für Sie passende Angebot zu finden. Wer einen Überblick hat, startet entspannter und spart sich Druck und lästige Rennereien nach der Ankunft. Interest rate? BSB? Keine Ahnung? Freuen Sie sich auf unseren nächsten Artikel
Allen, die sich mit Begriffen wie "biller code" oder "bpay" anfangs noch etwas schwer tun, werden wir in Kürze mit einem kleinen Banken-ABC auf die Sprünge helfen. Hier gibt es detaillierte Informationen der Banken: Stand: November 2010 |






Welches ist eines der entscheidensten Themen vor Ihrer Reise oder gar Ihrem Umzug nach Australien? Richtig: das liebe Geld.
den günstigeren Internetkonten jeder Scheck, der eingelöst werden soll und jede Geldeinzahlung am Schalter zwischen zwei AUD und drei AUD. Überlegen Sie sich also, ob und wie oft Sie persönlichen Service in Anspruch nehmen möchten.
sogenannte Direkt-Karte, auch Visa-Debitkarte genannt. Der gravierende Unterschied zur klassischen Kreditkarte: Die Abrechnung erfolgt nicht einmal im Monat und auch nicht, wie zum Teil bei Kreditkarten, auf Raten. Zur Direktkarte gehört ein eigenes Konto, von dem sofort abgebucht wird und das entsprechend gedeckt sein muss. Der Vorteil gegenüber der normalen EC-Karte ist das Visa-Logo, dass die Karte vielseitiger einsetzbar macht. In Australien angeboten wird sie von der ANZ und der NAB.