| Outback-Tour Australien: Fasziniert vom Uluru, Angst vor Spinnen verloren |
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| Geschrieben von: Luise Ritter |
| Dienstag, den 03. Mai 2011 um 09:03 Uhr |
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Luise Ritter hat sich nicht abschrecken lassen. Sie lernte das Outback auf einer Sechs-Tage-Tour von Adelaide nach Alice Springs kennen. Auf Deutsche in Melbourne hat sie ihre Erlebnisse festgehalten. Erleben Sie, was Luise erlebt hat: Anstrengung, Abenteuer und Natur pur. Eines steht fest: Angst vor Spinnen hat sie garantiert keine mehr... Szenen einer Safari: Auge in Auge mit der StabheuschreckeLuke sieht hinab auf die Stabschrecke auf seiner Hand. „Look who´s hangin´around: Our little friend the walking stick.” Der tätowierte Mann aus Adelaide hat keine Angst vor dem Insekt. Ganz im Gegenteil. Er nimmt den Hut ab und bringt das Gesicht noch ein bisschen näher an diesen Vertreter der Heuschreckenfamilie heran, als ob er mit einem Kätzchen schmusen will. Und die Gruppe um Luke ist weit davon entfernt, sich mit Gänsehaut und Schaudern abzuwenden. Während der letzten vier Tage haben alle dazu gelernt. Nicht nur was es heißt, als Gruppe unter extremen Wetterbedingungen aufeinander angewiesen zu sein. Sondern auch, wie die Angst vor Spinnen, Schlangen und anderen Insekten überwunden werden kann. Gruppenzusammenhalt als A und O für den ErfolgMontagmorgen, 6.30 Uhr. Tourguide Luke knattert mit seinem Trailer beim Treffpunkt in Adelaide vor. Als alle Rucksäcke im Anhänger verstaut sind, begrüßt Luke seine Schäfchen. „OK, guys. My name is Luke and I´ll be your tour guide for the next six days. Let me tell you a couple of things…” Alles, was für die nächsten sechs Tage benötigt werde, sei im Anhänger verstaut: Essen, Wasser, Notfallsets, Schlafsäcke. Bei jedem Stopp müsse die Gruppe dafür sorgen, dass alles ausgepackt, später wieder sauber gemacht und eingepackt werde. Das Geheimnis der Tour liege im Zusammenhalt der Gruppe. „You see, it´s very much up to you if this trip is going to be fun or not.“ Luke grinst. Er lässt sich in den Fahrersessel plumpsen, legt John Williamsons “True Blue” auf und kaum vier Stunden später erstreckt sich der Stuart Highway vor der Windschutzscheibe, der sich von Port Augusta durch ganz Australien bis hin nach Darwin zieht. Die Seele der Tour: der richtige TourguideEin leises Pusten im Mikrofon. „Wakee wakee, party people.“ Gähnen und Strecken. „Allrighty, boys and girls. While we´re driving along that loooooong highway, we should introduce ourselves. Therefore you come up to the front, take the microphone and tell us who you are, where you´re from, what color of underwear you´re wearing and so on.”Luke hat den Charakter der Gruppe bereits erkannt: Alles junge Menschen, die ein Abenteuer erleben wollen. Grenzwertige Witze erwünscht. Man bekomme ein Auge dafür, erz Und was lernt man dabei? Natürlich Erste-Hilfe-Maßnahmen und geographisch und kulturell Wissenswertes. Aber auch alles über das richtige Verhalten als Tourguide. Da sei beispielsweise kein Platz für Alkohol - Spaß haben sei jedoch nicht verboten. „You know, I´m here to be your guide. I´ll explain a lot and I´ll tell you a lot about nature and culture. But I want to have some fun as well.” Morgenstund hat Gold im Mund - doch der Mensch hat seine GrenzenFür die ersten beiden Nächte in Quorn gibt es noch Unterkünfte mit echten Betten, keine Zelte. Nur die zu kurze Zeit, die darin verbracht wird, vertreibt auch dem fröhlichsten Gemüt das Lächeln aus dem Gesicht: Zerknirschtes Aufstehen um 4, Frühstück um halb 5. Vegemite on toast, zur Spüle kriechen, sicherstellen, dass keine Kakerlaken im Lappen sitzen, Teller spülen, in die Box packen, Box in den Trailer schleppen, los geht’s. Der einzige, der keinerlei Anzeichen von Müdigkeit an den Tag legt, ist Luke. „Come on, guys, you have a three hour walk to do this afternoon. Where´s your motivation?” Sie würde schon noch kommen, die Motivation. Spätestens beim Wheet-Bix-Wettessen im Bus. „The one who is the fastest in eating one slice without drinking anything wins.“ Ready, set, go. Die zusätzlichen Kohlenhydrate, die dem Körper Dann noch Yoga auf dem Dutchman´s Stern zu den rot und grün und bräunlich schimmernden Aussichten auf die Flinders Ranges, eine Tanzeinlage zu den gackernden Kookaburra-Gesängen im Wipena Resort in Südaustralien und Aerobic beim dreistündigen Uluru-Basewalk kurz nach Sonnenaufgang: Körperlich kann das Outback jeden an seine Grenzen bringen. Erlebnisse im Outback: Entschädigung für alle EntbehrungenDie Wanderungen, die Natur, die Einzigartigkeit der australischen Flora und Fauna sind die Entschädigung für alle Entbehrungen, für den Graus vor Insekten in Schuhen, für klebrig-schwitzige Haut den ganzen Tag, für Dehydrationskopfschmerzen. Die freilebende, kuschelige Känguru-Mama mit ihrem Nachwuchs, dem "little joey" im Beutel, lässt die hartschaligen Käfer im Badezimmer vergessen. Beim Anblick von Jahrtausende alten Aborigine-Malereien ist die Kakerlake neben der Haarbürste am Morgen nur noch Nebensache. Beim Auftauchen der majestätischen Uluru- und Kata Tjuta-Bergkette am Horizont denkt niemand mehr an den roten Sand, der si Das erhabene Gefühl am letzten Tag der Tour ganz oben über das Plateau des Kings Canyon zu wandern, erfüllt jeden mit Stolz. Mit Stolz, es den "Heart Attack Hill" bis ganz nach oben geschafft zu haben. Mit Stolz, die ein oder andere Angst überwunden zu haben. Mit Stolz, das Outback gemeistert zu haben.
Anmerkung der Redaktion: Das Outback bietet zwar sicher nicht so viele Unterkünfte wie Melbourne, aber wer auf ein wenig mehr Komfort nicht verzichten möchte, findet natürlich eine gewisse Bandbreite an Tour-Veranstaltern, Hotels und Motels. |





Mit Australien verbinden viele das Outback: Sengende Hitze, roter Wüstensand, Jahrtausende alte Kultur der Ureinwohner. Doch wer sich auf das Abenteuer Outback einlässt, muss lernen zurückzustecken. Insekten aller Art, unkomfortable Schlafgelegenheiten und "stille Örtchen" im wahrsten Wortsinne - mitten im Busch nämlich.
Er streckt den Kopf aus dem Fenster. Obwohl noch keine Sonne scheint, trägt er eine grellgrüne Sonnenbrille. „Anyone going to Alice this morning?“ Das Stichwort. Ein verschlafenes Grüppchen junger Leute trottet Richtung Trailer.
ählt Luke später. Wie die Menschen sind, die man bei den Touren kennenlernt, das könne einem auch das beste Training nicht beibringen. Man müsse ein Gefühl dafür entwickeln. Einen Monat hat sein eigenes Training gedauert. „Sounds very short. But let me tell you, it was very intense”, lacht er.
zugeführt werden, würden bei den dreistündigen Wanderungen jeden Tag sowieso wieder abtrainiert werden.
ch durch alle Kleidung - vorzugsweise die helle - im Rucksack frisst. Die faszinierende Kultur der Ureinwohner macht vergessen, wie alle im Morgengrauen durch den matschigen Sandboden zur unangenehm stinkenden Buschtoilette pilgerten. Die frische Luft bei Sonnenaufgang über dem Uluru lässt sogar die Mäuse zwischen dem Hühnchen-Sate zur nebelhaften Erinnerung werden...