| Australien im Schnelldurchgang: Zwei Traumstrände in sieben Tagen |
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| Geschrieben von: Regina Moehring |
| Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 09:01 Uhr |
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Sie denken, eine Woche ist zu kurz, um die Faszination Australien in vollen Zügen zu genießen? Dann will Sie Deutsche in Melbourne mit diesem Reisebericht vom Gegenteil überzeugen. Sieben Tage, sechs Flugstunden, ein Mietwagen und zwei Ozeane! Die Schokoladenseiten der Bundesstaaten Victoria und Queensland lassen sich im Notfall auch im Schnelldurchgang entdecken. Notwendig sind lediglich gute Planung, ein wenig Improvisationstalent und eine kleine Reisekasse. Regina Moehring zeigt Ihnen, wie es geht. Von den Whitsundays an die Great Ocean Road ... Der Plan: Ganz viel Australien in sieben Tagen
Zwei Stoffbeutel, ein Flug und eine Busfahrt nach Airlie Beach
Sicherheitschecks sind in Avalon unkompliziert. Wer online eincheckt und ausschließlich mit Handgepäck reist, kann direkt zum Gate vorgehen. In Mackay gelandet nehmen wir den Greyhound Bus nach Airlie Beach. Dafür sollte man sich unbedingt vorher im Internet anmelden. Wir haben Glück und können mitfahren, da zwei Passagiere abgesprungen sind. Langsam wird es dunkel, und um elf Uhr abends haben wir unser Ziel für die nächsten zwei Nächte erreicht: Das Waterfront Backpackers liegt direkt an der Esplanade, die direkt am Meer liegt. Unsere Schlüssel können wir um diese Uhrzeit an der Bar des Hostels abholen. Das Doppelzimmer ist sauber, hat einen Balkon, einen Kühlschrank und erfüllt für seine Preiskategorie absolut unsere Ansprüche. Queensland bei Regen - Shops und Pubs bieten Zuflucht
Wer gerne mitten im Geschehen wohnt, sollte eine Unterkunft im unteren Teil von Airlie Beach buchen. Vom Hang aus hat man einen wunderschönen Blick aufs Meer. Einmal ganz Seemann - auf dem Meer herrschen andere RegelnTag 3: Trotz des Wetters vergeht die Zeit wie im Flug. Und auf dem Weg zum Hafen, am Freitagmorgen, hört es wie durch ein Wunder plötzlich auf zu regnen. Die Sonne beginnt zu Für das leibliche Wohl wird an Bord gesorgt. Auch die Schnorchelausrüstung inklusive Neoprenanzug wird gestellt. Für alkoholische Getränke gilt das BYO-Prinzip, man muss sie also selbst mitbringen. Wichtig ist eine leere Plastikflasche, die wir beliebig mit Wasser nachfüllen können. Der Schlauch, aus dem das Trinkwasser kommt, dient gleichermaßen zum Spülen und Zähneputzen. Eine andere Quelle gibt es leider nicht. Ausgespuckt wird über Bord, und zur Desinfektion nach dem Besuch des stillen Örtchens hängen auf selbigem Flaschen mit Desinfektionsmitteln. Dusche? Fehlanzeige. Aber wer braucht die schon bei 32 Grad im Schatten und ständigem Eincremen mit klebriger Sonnenmilch... Ich, vielleicht? Tag 5: Nach zwei Nächten auf dem Schiff und wir haben unglaubliches erlebt: Delfine, die uns ein Stück des Weges begleitet haben, unglaublich schöne Unterwasserwelten beim Schnorcheln an den Ausläufern des Great Barrier Reefs, Schwärme kunterbunter Fische und Abende mit tollen Sonnenuntergängen auf hoher See und einem sternenklaren Himmel in der Nacht. Whithaven Beach? Unspektakulär. Von Käfern und Menschen im WasserAm Sonntagmittag haben wir wieder festen Boden unter den Füßen. Wir befinden uns in Australien und nicht auf einer spanischen Urlaubsinsel. Bevor wir unser Vehikel abholen, möchten wir unbedingt noch einmal ohne Wetsuit in ungesalzenes Wasser springen. Also los zur Lagune. Aber was kribbelt denn da so? Ich will mich nicht anstellen, doch als das schwarze Blatt an meinen Füßen beginnt, mit seinen sechs Beinchen zu strampeln, hält mich nichts mehr. Olympia-Schwimmer Michael Phelps hätte in diesem Moment gegen mich keine Chance gehabt. Und vom Beckenrand sehe ich das ganze Ausmaß: Überall im Wasser paddeln sie, diese Insekten, die sich am besten als sehr große schwimmende Kakerlaken beschreiben lassen. Wer spontan sein will, muss auch flexibel sein könnenWir steigen also ohne weitere Abkühlung ins Auto Richtung Flughafen. Spätestens am Abend werden wir uns ein Wir fahren durch die Dunkelheit in den Süden. Dass wir direkt aus Avalon weiterzogen, spart uns etwa eine Stunde im Vergleich zu einer Abfahrt aus Melbourne. Wir verbringen die Nacht im Surferparadies Torquay, Startpunkt der Great Ocean Road. Leider ist der Ort um zwei Uhr nachts wie eine Geisterstadt. Offene Hotels? Nein. Aber das kann der Stimmung nichts antun. Wir parken direkt am Meer, klappten die Sitzlehnen zurück und verbrachten eine erholsame Nacht in unserem kleinen Hyundai. Not macht nicht nur erfinderisch, sondern auch matt. Der Morgen danach - die Küste bei Torquay macht alles wieder gutTag 6: Der erste Blick am nächsten Morgen entschädigt für alle Umstände. Wunderschöne Felsen und Ganz unter uns: Die Geheimtipps unseres TripsDa es bereits ausführliche Berichte zur Great Ocean Road gibt, werden wir uns auf ein paar persönliche Highlights und Tipps beschränken. Ein paar Anregungen und Straßenkarten haben wir von der netten Dame im Tourist Information Center in Anglesea erhalten. Unser erster Den nächsten Halt machen wir zum Mittagessen in Lorne. The Bottle of Milk heißt unsere Nahrungsquelle. Ein sehr schönes Café auf der Mount Joy Parade, in dem es frische Burger in vielen Variationen gibt. Alles wird hier selbst gemacht, auch das leckere Gebäck, dass wir als Wegzehrung mitnehmen. Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise: der Stopp in Kennett River. Der Ort besteht aus einem Kiosk und einem Campingplatz. Hier gibt es Koalas, Kakadus und Papageien. Nehmen Sie ein paar Körner mit - sie werden sich vor Vögeln auf Ihrer Hand kaum retten können. Später in Apollo Bay halten wir zum Kaffee im Sandy Feet - hier kann man außerdem zu Mittag essen und jede Menge Bio-Produkte wie Honig, Müsli oder Schokolade kaufen. Eine Nacht in Port CampbellAuf zur populärsten Etappe der Great Ocean Road. Die Zwölf Apostel hinterlassen natürlich auch bei uns einen unvergesslichen Eindruck. Danach aber machen sich langsam die Den Sonnenuntergang genießen wir bei Fish & Chips und einer Flasche Wein auf der Veranda des Café on Lords (Lord Street). Den Blick auf die Bucht hätten wir ewig genießen können, ziehen uns aber irgendwann, zum ersten Mal seit Tagen, in ein richtiges Bett zurück. Ende eines Abenteuers - im Schneckentempo zurück nach MelbourneTag 7: Unser Zimmer verfügt über eine kleine Küchenausstattung. Der örtliche Supermarkt/ Post Office/ Buchhandlung ist auf Gäste wie uns eingestellt. Hier bekommen wir alles in kleinen Portionen. Mit Unser Fazit: Die Whitsunday Islands waren schön, aber haben uns nicht zum Staunen gebracht. Um die Faszination der Korallenriffe zu erleben, lohnt sich ein Segeltörn aber allemal. Es gibt natürlich auch komfortablere Boote für jede Altersklasse oder Tagestrips. Wer es heiß, tropisch und touristisch mag, wird sich in Airlie Beach wohl fühlen. Hier reiht sich eine Travel Agency an die nächste, so dass man Ausflüge auch unkompliziert vor Ort buchen kann. All denen, die sich schon in Deutschland an den Küsten zu Hause fühlen, empfehlen wir unbedingt die Great Ocean Road. Um die tolle Atmosphäre und die Natur zu erleben, muss man nicht jede einzelne Sehenswürdigkeit abklappern. Die kleinen Orteam Meer bieten Raum zum Entspannen und haben dabei wirklich humane Preise. Port Campbell steht ganz oben auf unserer Liste. |