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Happy Birthday: Was Deutsche Melbourne zum 175. Geburtstag wünschen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claudia Raab   
Sonntag, den 29. August 2010 um 02:20 Uhr

Melbourne wird 175 Jahre altAuf dem Federation Square prangt eine gigantische, von Studenten des Melbourner William Angliss Instituts gebackene Geburtstagstorte. Kanonenschüsse hallen durch die Stadt und Melbournes Bürgermeister, Lord Mayor Robert Dole, hisst im Enterprize Park in der Nähe des Immigration Museums an einem Montagmorgen im Beisein von etlichen Gästen die australische Flagge. Der Grund: Melbourne ist im Geburtstagsfieber!

Die Stadt wird 175 Jahre jung und erinnert sich an den 30. August 1835. An diesem Tag verließ Captain John Lancey gemeinsam mit einigen Siedlern den britischen Schoner "Enterprize" und betrat erstmals das Nordufer des Yarra Rivers, um die heutige Hauptstadt Victorias zu gründen.

Auch wir gratulieren und fragten Deutsche in Melbourne, was sie Melbourne zum Geburtstag wünschen. Mit dabei: Eine bessere Infrastruktur!

Isabel Waluga: Melbourne soll multikulturell bleiben

"Dass in Melbourne immer viele verschiedene Leute wohnen werden und die Stadt so mulikulturell bleibt, wie sie ist." Geht 175 Jahre Melbourne: Isabel Waluga wünscht der Stadt, dass sie weiterhin sehr multikulturell bleibtes um Geburtstagswünsche für die Stadt, in der Isabel Waluga geboren ist, muss die 16jährige Tochter deutscher Einwanderer nicht lange überlegen. Sie schätzt die bunte Mischung verschiedener Nationalitäten in Melbourne und hofft, dass sie auch in Zukunft das Stadtbild prägt.

"Genauso wie die schönen Parks und die schönen alten und neuen Gebäude, die wir haben", fügt die Seaforderin hinzu, die Anfang des Jahres als Austauschschülerin die Schönheit Lübecks und Wiesbadens kennen- und schätzen gelernt hat, aber doch froh war, wieder in heimatliche Gefilde zurück zu kehren.

Uli Homann: Mehr Zukunftspersektiven für Melbourne

Uli Homann wünscht Melbourne eine bessere InfrastrukturFragt man Uli Homann nach guten Wünschen für seine Wahl-Heimatstadt, denkt er sofort an Melbournes Infrastruktur, die in den vergangenen Monaten und Jahren oft in negative Schlagzeilen geraten ist. "Ich wünsche Melbourne mehr Zukunftsperspektiven, was die Infrastruktur angeht. Melbourne sollte nicht nur wachsen, sondern auch in seine Infrastruktur investieren und sie ausbauen", meint der 47jährige.

Ansonsten hätte Melbourne jedoch einen "guten Job" getan während der vergangenen 175 Jahre. "Hier kann man sich als Europäer schon halbwegs wohlfühlen. Es geht schön australisch ´laid back´ zu mit einer gesunden Geschwindigkeit des Lebens und doch nicht so langsam wie in Queensland", findet Uli, der in Monterose wohnt.

Andrea Tabet: Mehr Sicherheit für Melbourne

"Ich wünsche Melbourne mehr Sicherheit zum Geburtstag. Als wir vor 20 Jahren hier angekommen sind, haben wir in Rowville Andrea Tabet wünscht Melbourne mehr Sicherheit zum Geburtstagnoch die Haustüren aufgelassen. Ich bin abends oft mal in die Oper gegangen und bin danach durch den Botanischen Garten und quer durch die Stadt gelaufen. Das würde ich heute nicht mehr machen", bedauert Andrea Tabet.

Seit ihre Tochter vor einem Jahr ein unangenehmes Erlebnis auf dem Weg zur Bahnstation hatte, fährt die 48jährige Mutter zweier Teenager sie lieber wieder täglich zur Schule. Die gebürtige Stuttgarterin macht sich zudem oft Gedanken um ihren 17jährigen Sohn. Ist er abends nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs, holt sie auch ihn lieber ab, bevor er in öffentliche Verkehrsmittel steigt. Der Grund: Einer seiner Freunde in Glen Waverley ist von anderen Jugendlichen eines Abends ohne erkenntlichen Grund gejagt worden. Hilfe musste er sich in einem nahegelegenen Restaurant suchen, in das er geistesgegenwärtig geflüchtet war.

Ralph Schultz: Mehr Toleranz in einigen Stadtgebieten

Ralph Schulz wünscht Melbourne mehr Toleranz in einigen seiner Stadtgebiete zum GeburtstagEbenso wie Uli Homann hat auch Ralph Schultz Geburtstagswünsche für seine Geburtstadt, die eine Verbesserung ihrer Infrastruktur betreffen. Besonders der Lasttransport liegt ihm am Herzen. "Das Hafengebiet ist ein Staugebiet. Die Lkw müssen durch Wohngebiete fahren. Mehr Verkehr sollte auf die Gleise verlegt werden, die es früher gab, die jetzt aber stillgelegt sind", wünscht sich der 54jährige für Melbourne.

Und dass es  in Melbourne mehr Toleranz für die ethnischen Hintergründe der verschiedenen Bewohner gibt. "In vielen Stadtteilen leben Menschen aus verschiedenen Kulturen gut zusammen. In einigen ist das problematisch", sagt der Boroniaer und wünscht Melbourne noch ein wenig mehr Harmonie.

Deutsche in Melbourne schließt sich den Geburtstagswünschen der Leserinnen und Leser an und freut sich auf die nächsten 175 Jahre Melbourne!