| Und plötzlich macht sich Heimweh breit |
|
|
|
| Geschrieben von: Claudia Raab | |
|
Die Koffer sind ausgepackt. Die obligatorische Runde mit Melbournes historischer, ruckel-schuckelnder City Circle Tram gedreht. Der Rialto Tower ist erklommen und der erste Café Latte - natürlich bei Brunettis auf der Lygon Street – getrunken. Der Traum ist endlich wahr. Man sitzt mitten in Melbourne am Puls der Zeit. Endlich in Australien! Wie lang hat man sich darauf gefreut, wie sehr hat einen das Fernweh geplagt und wie sehr hat man die Tage gezählt bis es endlich hieß: Koffer schnappen, rein ins Flugzeug, auf geht’s nach Down Under! Und jetzt? So ganz mag man es nicht zugeben, aber verleugnen läßt es sich nicht: Das komische Gefühl im Bauch, die Leere, die sich dort plötzlich breit macht, die unerwartete Nostalgie, die einen überkommt, wenn man an Freunde und Familie in Deutschland denkt. Heimweh macht sich breit! Ob man es will oder nicht! Meyers Lexikon definiert Heimweh als heftiges Verlangen, oder Sensucht nach der fernen Heimat oder einem dort wohnenden geliebten Menschen, bei dem man sich geborgen fühlte. Egal, ob man Melbourne liebt, aus freien Stücken hier her gezogen oder versetzt worden ist, Heimweht trifft jeden. Mal heftig, mal mild. Heinmweh kann man nach den besten Freunden haben, den Eltern oder schlicht und einfach nach dem Baum vorm Küchenfenster oder dem eigenen Bett, nach der Kneipe um die Ecke, sogar nach dem ewig grimmigen Postboten, der ständig über die Fahrräder im Hausflur gemeckert hat. Alles, was wir kennen - Menschen, Dinge, Umgebungen, Routinen - gibt uns ein Gefühl der Sicherheit. In neuer Umgebung vermissen wir die Sicherheit, die wir von Zuhause gewohnt sind. Das ganz normale Resultat: Heimweh! Die einen fühlen sich ein wenig allein, bei anderen kann Heimweh sogar Bauch- oder Kopfschmerzen verursachen – bei Erwachsenen sowohl als bei Kindern. Die gute Nachricht: Meistens verschwindet das Heimweh, sobald man die neue Umgebung nicht mehr ganz so neu ist. Bis dahin mögen ein paar Tipps helfen:
|