ritalin ohne rezept
buy strattera
strattera for adhd
strattera medication
buy tramadol online
tramadol drug
adhd medication
Buy strattera
Buy strattera
obama student loan
loan for student
concerta ritalin
buy concerta
Banner
Melbourne Interessantes Essen, Trinken, Surfen – Das Leben im touristischen Untergrund
Essen, Trinken, Surfen – Das Leben im touristischen Untergrund PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Stefan Schlitt   

Couchsurfen in Melbourne

Stefan Schlitt hat fünf Monate in Australien mit einem knappen Budget im "touristischen Untergrund" gelebt. Die Hauptgründe für Stefans "Abtauchen" waren einfach. Trotz gutem Wechselkurses des Euro gegenüber dem australischem Dollar haben die Monaten in Melbourne als guter Tourist inklusive Sightseeing, Reise nach Sydney und Canberra und diversen anderen Ausflügen finanzielle Spuren hinterlassen, die auch sein deutsches Euro-Konto in die Knie gezwungen haben. Daher war in den letzten drei Wochen seines großen australischen Abenteuers sparen angesagt. Entgegen allen Vorhersagen ist das in Melbourne gar nicht so schwierig.  Wie man sparen kann beweist ein Tag von Stefan im Besucheruntergrund.

Wo schlafen ? -  Couchsurfing

„Doch lieber mit dem Zug?“ Die Dandedong Ranges östlich der Stadt liegen höher als Melbourne. Trotzdem reiht sich auf dem Weg zurück ein Hügel an den anderen. Der Zug braucht jedoch auch eine gute Stunde. Inklusive An- und Abreise ist das nicht viel weniger als mit dem Rad. Außerdem bleib man so fit, und die gesparten sechs Dollar bedeuten schon wieder zwei Kaffee. Das heißt, gönnt man sich auf dem Weg in dieser wunderschönen Gegend einen davon, ist immer noch einer gespart. Abgesehen von dem, den man im Zug getrunken hätte.

„Dandedong Ranges?“ - ist man flexibel, muss auch ein festes Dach über dem Kopf nicht viel kosten. Eines der zeitlich schlecht ausgelasteten Möbelstücke in fast jedem Haushalt ist die Couch. Warum als Reisefreund diese nicht anderen Reisenden zur Verfügung stellen? Hauptsache die Leerlaufzeit wird verringert. Irgendwann ist man dann selber wieder unterwegs und kann auf andere Couchen weltweit hoffen. Das Motto ist einfach: „Schlaf ich auf Deiner, wenn ich da bin, schläfst Du auf meiner, wenn Du hier bist.“. Im Internet heißt die Webcommunity „Couchsurfing“. In Köln nennen wir das Klüngel.

Die letzten Nächte waren es also die Dandedong Ranges, davor zwei Wohngemeinschaften ins Brunswick. Zu Beginn ist das eine gewöhnungsbedürftige Sache - wahrscheinlich, weil der Nutzen für den Gastgeber nicht offensichtlich genug ist. Doch mit der Zeit versteht man es und fängt an, die Nebenprodukte zu schätzen. Keine Mietwohnung, kein Hotel, kein Hostel sebst kein langfristiges Zimmer in einer WG bietet so viel authentischen Einblick in das australische Leben. Was soll es? Würde man zu Hause nicht das Gleiche tun und jemanden aufnehmen. Außerdem hat sich bis jetzt noch jeder Couch-Gastgeber über ein deutsches Festmahl gefreut.

Wo duschen, wo essen ? - Der Weg zur Arbeit

09_schlitt_cs_03_thumb

Es geht zur Arbeit auf den Markt in der Stadt. Viel springt nicht dabei raus, aber es ist ein gutes Gefühl, statt ständig Geld zu auszugeben, mal etwas zu bekommen. Vorher sind jedoch erstmal eine Dusche und ein kleiner Lunch nötig. Ersteres wäre wahrscheinlich in jedem Fitnesscenter zu haben. Dass ein Australier einem Reisenden mit zwei Fahrradtaschen die Umkleidekabine inklusive Dusche verwehrt, dagegen sprechen alle Erfahrungen der letzten fünf Monate. Die sicherste Option ist das „Melbourne Sports and Aquatic Centre“ (MSAC), wo der „casual Visit“ der Umkleidekabinen offiziell 2 Dollar 50 kostet. Der merkwürdige deutsche Reisende, der seit Januar Tag ein Tag aus das Schwimmbad besucht, darf meistens so durch. Auch wenn er vorher noch eine Laufrunde um den Albert Lake drehen will. Er hat ja auch immer einen lustigen Spruch auf den Lippen.

Lustige Sprüche mit deutschem Akzent gefallen auch den meisten Melbournern Imbissbesitzern. Ob italienischer, chinesischer oder griechischer Herkunft, alle freuen sich über ausgefallene Stammgäste. Und das ist man als Deutscher und als Fahrradreisender hier unten automatisch. Viel mehr ist nicht noch beizutragen. Gute Laune und immer ein unterhaltsames Anekdote, sei es über deutsche Sprichwörter, Essgewohnheiten oder übers Oktoberfest, das ist alles. Der Lunch ist dann zwar nicht umsonst. Aber es fühlt sich gut und heimisch an, wenn man wieder erkannt wird. Es geht nicht nur um Geld.

Wo einkaufen ? – Erfahrung beim Shopping

Obst auf dem Queen Victoria MarketWie und wo man spart, weiß man nach ein paar Wochen Melbourne automatisch. Früchte, Salat oder etwa Fleisch sind günstig am Queen Victoria Market zu haben. Für alltägliche Sachen ist der ALDI direkt daneben anzusteuern. Das Abendessen für die neuen Couch-Gastgeber soll ja wieder feudal sein – und günstig.

Bei allem sollte man deswegen nie das Wort „Consession“ vergessen. Teurer ist es dadurch noch nie geworden. Im Gegenteil, gerade, was Sportanlagen, Museen und andere öffentliche Bildungsstätten angeht, halbiert sich der Preis oft oder verschwindet gar ganz. Heute steht zum Beispiel noch das Melbourne Museum auf dem Programm, bevor im Cafe mit der besten Internetverbindung der Stadt die weiteren Tage geplant werden. Die nächste Couch steht in Brunswick, alles weitere wird man sehen..

Was zählt ? – Infrastruktur, Erfahrung, Flexibilität und Optimismus

Zu den wichtigsten Faktoren bei diesem Leben aus Fahrradtaschen zählen also eine gute soziale Infrastruktur, gemäß dem Motto „man kennt sich“, ein breit gefächerter Erfahrunsgsschatz, angesammelt während der vergangenen Monate, und Mobiltität, gegeben durch das Reisen per Rad. Das wichtigste ist allerdings eine große Portion Positivismus, was auch passiert, Zuversicht ist gefragt. In dieser Hinsicht.habe ich Glück, diese Eigenschaft ist mir als Rheinländer angeboren.