Moeglicherweise ist das ja auch im Strassenverkehr so, dass Deutsche "ordentlicher" (Scheinwerfer, Regeln etc.) sind, waehrend Australier zumeist freundlicher sind? Wenn ich mal von Zwanzigjaehrigen absehe (die fahren hier wie in Dtl. wie die Henker auf ihrem Testerontrip), empfinde ich Fahren hier entspannter (alle in etwa gleichem Tempo).
Die schwarzen selbstgewaehlten Schilder "Daisy7" oder "XXL" sind durchaus vom Vorteil - man sieht schon von weitem, wo ein ueberdimensioniertes Ego (oft kombiniert mit aggressiver Fahrweise) drinsitzt.
Ich habe versucht, mit dem Photoapperat den Fahrverkehr in Vietnam einzufangen, Motorraeder ueberall, ungeordnet im Schwarm, darauf ganze Familien, Baby auf dem Schoss, einzige Verkehrsregel: Wer hupt, hat Vorfahrt, wer das hoert, laesst den anderen passieren), aber die Photos sind doch recht harmlosgeraten:
www.bogen.in-berlin.de/petros/seite2.htm...aigon_21_August2006.
Ganz sicher ist man in Dtl. da auf der sicheren Seite (um zu ueberleben), aber nach einer kurzen Schockphase habe ich mich auch bezueglich des Verkehrs in Vietnam recht wohl gefuehlt.
In Dtl. bin ich mal von einem Fahrer ein ganzes Stadtviertel durch verfolgt worden, der meinte, ich haette ihn mit meinem Fahrrad provoziert. Dabei hatte er mich uebersehen, und ich hatte das achselzuckend hingenommen und ihn schon fast vergessen, als er mich schliesslich ueberholte, ausstieg, sich breitbeinig auf die Nebenstrasse stellte und mich anschrie..
Anyway, wer durch Fahren genervt ist, kann es ja mal wieder mit dem oeffentlichen Nahverkehr versuchen. Es ist nicht immer das schnellste hier, leider, aber ich finde, ich bin oft entspannter als meine parkplatzsuchenden Mitbuerger. Und oft auch noch puenktlicher.
Es gruesst
Peter