| Mietwohnung - Tipps zum Mieten in Melbourne |
|
|
|
| Geschrieben von: Katrin Aumann | |||
Ohne Unterkunft bin ich vor einigen Monaten in Melbourne gelandet. Viele meiner Freunde zu Hause haben mir einen Vogel gezeigt. „Das ist viel zu unsicher, am Ende findest du nichts,“ hiess es. Aber das konnte ich mir nicht vorstellen. Die ersten Tage bin ich in einem günstigen Backpacker-Hostel in der Innenstadt untergekommen. Nebenan in einem Internetcafe habe ich dann mit der Wohnungssuche begonnen. Und bin schnell fündig geworden.Ob Hauskauf oder Mietwohnung. Vieles läuft in Australien anders ab als in Deutschland. Gut, wenn man da hilfreiche Tipps und Tricks bekommt. Deutsche in Melbourne hilft weiter: Für alle, die hier in Australien auf der Suche nach einer geeigneten Mietwohnung sind, hat Katrin Aumann ein paar wichtige Informationen zusammengestellt. Immer mehr Menschen ziehen das Stadtleben dem Leben auf dem Land vor. Der Wohnraum in Melbourne wird knapp, die Immobilienpreise steigen. In meiner Nachbarschaft, in der Nähe des Queen Victoria Markets wurde vor kurzem eine kleine Wohnung zur Miete angeboten. Ich konnte meinen Augen kaum trauen: Zum Besichtigungstermin waren mindestens 300 Interessenten erschienen. Die ganze Strasse war voller Menschen. Und nur einer konnte die Wohnung bekommen. Der Mieter in AustralienViele Australier mieten nicht, sondern kaufen ihr Haus oder ihre Wohnung. Das Mieten einer Wohnung galt bis vor einigen Jahren in Australien als "Armutszeugnis". Und noch immer gibt es relativ wenige Mietwohnungen. Eine schlechtere Ausgangssituation also für Mieter als in Deutschland. Denn auch heute tendieren junge Australier dazu, eine Immobilie zu kaufen, statt sie zu mieten. Schon bevor sie es sich überhaupt leisten können. Grundsätze des MietensIn Australien werden Wohnungen und Häuser über Makler (Real Estate Agents) vertrieben und nur selten über den Besitzer selbst. Dies gilt für Kauf wie Miete. Anders als in Deutschland werden die Kosten dafür aber vom Verkäufer oder Vermieter übernommen, der Kunde muss selbst in der Regel keine Kosten tragen. In den Makler-Büros liegen Listen mit den zu vermietenden Objekten aus. Ist etwas bezahlbares in günstiger Lage dabei? Schnell einen Besichtigungstermin vereinbaren. Die Zahl der Interessenten ist gross. Auch Online auf den Webseiten der Makler können die angebotenen Objekte angeschaut werden. MietvertragBeim Mieten ist es üblich, einen sechs- oder zwölfmonatigen Vertrag zu unterzeichnen. Wenn der Vermieter zustimmt, kann der Mietvertrag nach Ablauf verlängert werden. Auch eine Kaution in Höhe einer Monatsmiete muss hinterlegt werden. Ist die Wohnung oder das Haus beim Auszug in einem guten Zustand, wird die Kaution zurückgezahlt. Nicht gestattet ist es im Normalfall, die Wände zu verändern und Löcher zu bohren, wo keine vorhanden sind. Um auf Nummer sicher zu gehen: Eine schriftliche Genehmigung beim Makler einholen und beim Auszug den Teppich professionell reinigen lasst. Dann gibt es mit der Kaution keine Probleme. WohnungsausstattungMöblierte Mietobjekte sind meist mit Ofen, Spül- und Waschmaschine, sowie Trockner ausgestattet (je nach Mietpreis). Lampen, Vorhänge und Jalousien sind ebenfalls meist installiert. Das Gleiche gilt für Schränke. Die Mieten für möblierte Apartments sind allerdings höher und die Auswahl ist begrenzt. Miete für StudentenAnders als in Deutschland stehen Wohnung und Zimmer in Australien meist leer, wenn sie angepriesen sind. Das ist günstig für jemanden, der ankommt und gleich eine Bleibe sucht. Auf der Lygon Street in Carlton gibt es die Buchhandlung ‘Readings’, die berühmt ist für ihr Schaufenster, in dem lauter Wohnungs- und Zimmerangebote für Studenten aushängen. Auch auf www.gumtree.com findet man Mietwohnungen, die auch für kürzere Mietzeiträume ausgeschrieben sind. Auch die schwarzen Bretter in den Universitäten und den Hostels in der Stadt helfen bei der Suche weiter. House-SharingMit anderen Menschen Haus oder Wohnung zu teilen? In Australien ist das gängige Praxis. House-Sharing ist eine gute Alternative zu einer eigenen Wohnung. Miete und Stromkosten, Möbel und Küchenutensilien. Alle Kosten werden geteilt. Und in vielen Fällen wird auch in einen gemeinsamen Topf für den Lebensmitteleinkauf eingezahlt. Da viele Australier in ihrem eigenen Haus wohnen, kommt es oft vor, dass die Shared Accommodation eher Teil eines Hauses ist, als ein Zimmer in einer Etagenwohnung. Jemand als Untermieter aufzunehmen ist bei jungen Australiern oft Teil der Hausfinanzierung. Andere vermieten, weil ihnen das eigene Haus zu gross geworden ist. Die Regel ist, dass Küche und Bad gemeinsam benutzt werden und die Zimmer innerhalb des Hauses liegen. Shared Accomodation findet man unter www.flatmate.com.au oder www.2share.com.au. Auch auf www.gumtree.com.au gibt es entsprechende Angebote.
|