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Deutsche in Melbourne ziehen Trikots aus – leider noch kein vierter Stern PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jana Doebler   
Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 08:17 Uhr
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Aus der Traum für die deutsche Nationalmannschaft, die Europameister Spanien in den frühen Morgenstunden mit 0:1 unterlag. Die spanische Mannschaft spielte einfach den effektiveren Fußball und steht damit wohlverdient am Montag um 4:30 Uhr das erste Mal in einem Weltmeisterschaftsfinale.

Viele Deutsche in Melbourne verfolgten auch diese Partie wieder in der Steak Out Bar des Crown Casinos. DiM-Praktikantin Jana Doebler war dabei und musste mit ansehen, wie Spanien dem deutschen Sommermärchen (oder in Australien eher: dem Wintermärchen) ein Ende setzte.

Deutschland spielt nicht wie gewohnt10_Jana_Sp_2

Eindeutig weniger Fans als am Samstag gegen Argentinien, aber für die frühe Uhrzeit eine beachtliche Menge an deutschen und vereinzelten spanischen Fans haben sich vor den großen Leinwänden im Crown-Komplex eingefunden. Doch schnell wird klar, dass unsere Jungs heute nicht so spielen, wie wir es gewohnt sind. Es wird nicht mutig genug nach vorne gespielt, es hat den Anschein, als fehle es der jungen Mannschaft an Mut. Die spielerisch besseren Spanier beherrschen von Anfang an das Halbfinale. Mitleid und viel Sympathie bekam Thomas Müller, der wegen seiner beiden Gelben Karten nur zuschauen durfte und dessen Ideen sichtlich gebraucht worden wären.

Der Freudenschrei der Spanier und der entsetzte Schrei der Deutschen vermischen sich in der 73. Minute, als Carles Puyol das entscheidende Tor für seine Mannschaft schießt. „Das darf doch nicht wahr sein!" schreien enttäuschte Deutschlandfans. Viele Deutsche in Melbourne fragen sich, wo der jugendliche Übermut geblieben ist, mit dem Jogis Mannschaft England und Argentinien so locker in die Tasche steckte.

10_Jana_Sp_3Daumen drücken für Platz drei

Zurück in der Sportsbar und auf den morgendlichen Straßen in Melbourne bleiben Fahne schwenkende, überglückliche Spanier und lange Gesichter der Deutschen. Statt ins Finale gegen die Niederlande geht es am Sonntagmorgen um 4:30 Uhr wie vor vier Jahren um Platz drei. Der Traum vom vierten Stern ist zwar ausgeträumt, trotzdem heißt es weiter Daumen drücken und hoffen, dass Poldi & Co. bei dieser grandiosen Weltmeisterschaft gegen Uruguay gut abschneiden.